Filmpräsentation im Haus der Geschichte

Am 10. November wurde der Film „66.000“ im Haus der Geschichte in St. Pölten in Niederösterreich präsentiert.

Im Vordergrund, von links nach rechts:

Margarete Rabow, Marianne Windsperger, Florian Menath, Felix Stent, Eva Kneer.

Hinten: Gunter Deller

Marianne Windsperger, Mitabeiterin des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust Studien (VWI), moderierte das Gespräch mit der Künstlerin, dem Produktionsleiter, den Kameraleuten und dem Publikum.

Foto: Gunter Deller


Filmpremiere „66.000“ in Wien

Am 9. November 2018 hatte der Film „66.000“ und „Eine Dokumentation zum Film“ von Eva Kneer im Metrokino Wien Premiere.
Nicht nur das Projekt „Schreiben gegen das Vergessen“, sondern auch der daraus entstandene Film löste viele Emotionen aus. Die „Flicker-Optik“ und der Experimentalfilm-Charakter sind, vom Publikum bestätigt, berührend und beklemmend.
„66.000 ist nur eine leere Zahl, aber Ihr Film macht klar wie viele Menschen ermordet wurden, mehr als ich mir vorstellen konnte! Ich bin Schülerin der Rahlgasse und es war unfassbar seltsam meine Schrift und die meiner besten Freundin zu sehen! Sie glauben gar nicht, wie sehr es mich geehrt hat, mitzumachen.“ Zitat einer Schülerin, 13 Jahre alt, aus unserem Besucherbuch.

80. Wiederkehr des Novemberpogrom

Heute, zur 80. Wiederkehr des Novemberpogroms,  erwarten wir zur Filmpremiere im METRO Kinokulturhaus weit über hundert Besucher und  am Sonntag, den 11.11.2018 um 15:30 Uhr hoffen wir auch auf viele Zuschauer.

Am 10.11.2018 sind wir in St. Pölten im Haus der Geschichte zu Gast.

Geschichte/Museen/Ausstellungen/1938/Holocaust/Judentum/Niederösterreich/St. Pölten

Filmpräsentation des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich
zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938

Spätestens mit den Novemberpogromen von 1938 zeigt der Nationalsozialismus sein
wahres Gesicht. Die gewaltsamen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung
kennzeichnen den Übergang von der Diskriminierung von Jüdinnen und Juden zu deren
systematischer physischer Verfolgung. Im gesamten Deutschen Reich werden Synagogen
und Gebetshäuser in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte verwüstet, Wohnungen
geplündert, viele Jüdinnen und Juden ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Die
Novemberpogrome sind ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Holocaust.

Das Projekt „Schreiben gegen das Vergessen“ der Künstlerin Margarete Rabow gedenkt
jener 66.000 österreichischen Jüdinnen und Juden, die von den Nazis ermordet wurden.
Von 21. bis 28. Juni 2018 haben 800 Freiwillige die Namen der 66.000 Opfer mit weißer
Schulkreide auf den Asphalt der Prater Hauptallee geschrieben. Mit einer analogen 16mm
Filmkamera wurden alle Namen als Einzelbilder aufgenommen.

Die Namen der Opfer sind verblasst. Was bleibt, ist ein zehnminütiger Dokumentarfilm
über die Aktion und ein 50minütiges filmisches Dokument mit dem Titel „66.000“, in dem
alle Namen der Opfer zu sehen sind. Diese beiden Filme werden im Gedenken an die
Novemberpogrome am 10. November 2018 um 15.00 Uhr im Haus der Geschichte im
Museum Niederösterreich erstmals in diesem Bundesland gezeigt. Danach sind sie als
„Film im Museum“ eine Woche für Besucherinnen und Besuchern des Museums im
Museumskino zu sehen. Bei der Präsentation werden die Künstlerin Margarete Rabow,
der Produktionsleiter Felix Stent und der erste Kameramann Gunter Deller dem Publikum
das Projekt erläutern. Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) hat
das Projekt unterstützt. Marianne Windsperger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des VWI,
berichtet über ihre Erfahrungen bei der Teilnahme am Projekt.

Einen filmischen Einblick in das Projekt finden sie unter diesem Link:

Schreiben gegen das Vergessen

Zeit & Ort: Samstag, 10. November 2018, 15.00
Museum Niederösterreich, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Eintritt: Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei (Zählkarte an der Kassa).
Anmeldung: keine Anmeldung erforderlich

Rückfragehinweis:

Mag. Florian Müller, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
M +43 664 604 99-911 | T +43 2742 90 80 90-911 | florian.mueller@museumnoe.at

PDF: Schreiben_gegen_das_Vergessen_final

Filmpremiere und andere Veranstaltungen


Der Film „66.000“, an dem so viele Hände mitgearbeitet ist fertiggestellt, ebenso die filmische Kurzdokumentation über das Projekt „Schreiben gegen das Vergessen“, von Eva Kneer.

Filmvorstellung auf filmarchiv.at: https://www.filmarchiv.at/program/premiere/66-000-3/

07.11.2018
Vortrag und Gespräch
um 18:30 Uhr im Bezirksmuseum der Leopoldstadt, Karmelitergasse 9
spreche ich über das Gedenkprojekt – mit filmischer Kurzdokumentation von Eva Kneer.

09.11.2018
Filmpremiere „66.000“
um 19:30 Uhr im Metro Kino Kulturhaus, Johannesgasse 4
Das Filmarchiv Austria, das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust Studien, mein Team und ich laden sie hierzu herzlich ein.
Filmpremiere mit einer filmischen Kurzdokumentation über das Projekt „Schreiben gegen das Vergessen“ von Eva Kneer und Künstlergespräch.
Im Anschluss zeigt das Filmarchiv Austria „Stadt ohne Juden“ von 1924, einen Film, der den unheilvollen Lauf der Geschichte vorweg nimmt.
Der Eintritt zu dem Film „66.000“ ist frei, Anmeldung bis 6.11. erbeten unter augarten@filmarchiv.at.

Außeninstallation
ab 20 Uhr wird der Film „66.000“ auf die Außenwand der Ruprechtskirche, Ruprechtsplatz 1 projiziert.
Vortrag und Gespräch
um 22.15 Uhr in der Ruprechtskirche,
Zur Nacht der Erinnerung, Kurzvortrag über das Gedenkprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“.

10.11.2018
Filmpräsentation und Gespräch
um 15 Uhr im Haus der Geschichte, Museum Niederösterreich, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Der Film „66.000“ mit Kurzdokumentation über das Projekt „Schreiben gegen das Vergessen“, von Eva Kneer und Künstlergespräch.

11.11.2018
Filmpräsentation
um 15:30 Uhr im Metro Kino Kulturhaus, Johannesgasse 4
Doppelprogramm von „66.000“ und „Stadt ohne Juden“ wie am 09.11.2018.
Der Eintritt zu dem Film „66.000“ ist frei, Anmeldung bis 6.11. erbeten unter augarten@filmarchiv.at.


Plakat:

Verwendung der Namen mit feundlicher Genehmigung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes  

Alle Namen sind abgefilmt

In nur wenigen Tagen wurden etwa 7.000 Namen in Margarete Rabows Atelier
abgefilmt und in die Schweiz zum Entwickeln versandt.

Fotos: Florian Menath

Alle Namen sind geschrieben

An drei Tagen im August schrieben Schülerinnen und Schüler der Gutenberg Schule Frankfurt über 6.000 der noch fehlenden Namen.
Am Mittwoch, den 19.September, schrieben vier Klassen der GRG 6, Rahlgasse Wien ebenfalls über 6.000 Namen.
Nun können alle Namen abgefilmt werden.
Danke an die Lehrenden, Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen!